Nachrüsten zum E-Bike

Neben neuen E-Bikes finden sich immer mehr E-Bike Umrüstsätze auf dem Markt. Daher erhalten wir vermehrt Anfragen, ein geliebtes Fahrrad mit einem Motor aufzurüsten um eine Neuanschaffung zu umgehen. Diese Motoren, meist von chinesischen Herstellern, werden als Nabenmotor in das Vorder- oder Hinterrad eingebaut. Eine gute und einfache Idee, oder?

Rüstet ein Händler ein Fahrrad zum E-Bike auf, wird der Händler automatisch zum Hersteller des Gesamtprodukts, haftet also nicht nur für den nachträglich eingebauten Motor, sondern für das gesamte Fahrrad mit Motor und Akku. Kommt es zu einem Unfall mit dem E-Bike, drohen ernste Folgen wie Schadenersatzansprüche. Die Produzentenhaftung gilt dabei zehn Jahre.

Grundsätzlich muss vor dem Umbau entweder der Fahrradhersteller seine Zustimmung zum Umbau geben oder der Lieferant des Motors muss die Kompatibilität mit dem Umbausatzes mit dem Fahrrad bestätigen. Beides ist im Alltag unrealistisch bei Tausenden von Fahrradtypen, die auf dem Markt sind.

Die Gewährleistung des Fahrrads erlischt übrigens beim Umbau komplett.

Der ADFC sieht diese Umbaumaßnahmen heikel, denn „Sobald ein Händler den Umbau eines Fahrrads zum E-Bike oder Pedelec vornimmt, wird er zum Hersteller des Gesamtprodukts, mit allen vom Gesetzgeber geforderten Gewährleistungen“. Aus diesen Gründen hat sich Radsport Antretter gegen das Nachrüsten und der Wartung dieser Komponenten entschlossen. Wir raten unseren Kunden deshalb  dringend, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, bevor ein solcher Schritt unternommen wird.

Lesen Sie auch unseren Ratgeber Fahrrad als E-Bike nachrüsten.