E-Bike Tuning lohnt sich nicht

Laut ARD Recherchen ist inzwischen jedes dritte E-Bike frisiert. Technisch gesehen ist diese Manipulation recht einfach zu bewerkstelligen. Im Internet finden sich zahlreiche technische Möglichkeiten zum Preis ab 100 Euro. Kurioserweise werden diese Kits auch von Firmen mit deutschem Stammsitz angeboten, deren Internet Auftritt sehr professionell und seriös gestaltet sind. Aber Vorsicht, der Handel mit diesen Tuning Kits ist nicht strafbar. Auch der Einbau ist erlaubt, wenn das E-Bike auf privatem Gelände gefahren wird, aber eben nicht für die Verwendung auf öffentlichen Straßen.

Die Hersteller von E-Bikes werden inzwischen in die Pflicht genommen, Manipulationen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Was bedeutet dies? Erkennt z.B. ein Bosch Motor einen Tuning Versuch, wird die Motor Unterstützung für eine gewisse Zeit komplett abgeschaltet. Dies wird dreimal wiederholt. Ab dem vierten Versuch schaltet die Elektronik dauerhaft auf eine Notunterstützung. Des geschieht übrigens auch, wenn das Tuning Modul wieder entfernt wird. Der Manipulationsversuch wird dauerhaft im Motor gespeichert. Ein Weiterverkauf eines manipulierten E-Bikes ist somit fast unmöglich geworden. Zudem sind Gewährleistung und Garantie erloschen.

Strafrechlich kann eine Manipulation erhebliche Konsequenzen haben. Ein Bussgeld ist noch die kleinste Auswirkung. Sollte der Fahrer in einen Unfall verwickelt sein, wird es problematisch. Keine Versicherung wird für den Schaden aufkommen. Gar nicht daran zu denken, wenn Menschenleben in Gefahr gerät.

Radsport Antretter ist konsequent gegen E-Bike Tuning. Wir verbauen weder Manipulations-Kits, noch führen wir Wartungsarbeiten an manipulierten E-Bikes aus.